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Großer Stern des Sports 2009 verliehen
Auch der Troisdorfer SV wurde in Berlin ausgezeichnet
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Glückliche Gewinner (v.l.) : Dr. Martin Schilling (links) und Birgit Langel mit den Schwimmkids vom Troisdorfer SV. Es gratulieren DOSB-Vizepräsident Walter Schneeloch und Irma Gillert (rechts) vom KSB Rhein-Sieg

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Volksbanken und Raiffeisenbanken haben am 2. Februar in Berlin zum sechsten Mal den mit 10.000 Euro dotierten "Großen Stern des Sports" in Gold verliehen. Der Preis geht an den Polizeisportverein Saar e.V. für seine Initiative "Tanzen als Sport und Therapie für Menschen mit Behinderung". Aus Nordrhein-Westfalen durfte sich der Troisdorfer Sportverein über eine Auszeichnung freuen.
 
Der Troisdorfer SV, Wasserfreunde Blau-Weiß, punktete mit seinem Angebot "Vom Handicap zum Seepferdchen!". Die Vereinsvorsitzende Birgit Langel und der Vorstandsvorsitzende der VR-Bank Rhein-Sieg Martin Schilling nahmen den kleinen Stern in Gold für den sechsten Platz entgegen. "Sie hören oft nicht zu und manchmal haben sie Angst davor, im tiefen Wasser zu schwimmen. Doch wenn die Kinder mit Handicap nach Monaten endlich ihr Seepferdchen verliehen bekommen, herrscht am Lehrschwimmbecken eine Stimmung wie nach einem Olympiasieg", sagte Birgit Langel.

Kinder und Jugendliche können im Verein mit körperlichen und/oder geistigen Defiziten Schwimmen lernen. Zum Club kommen junge Schwimmer mit Down-Syndrom oder mit Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsstörungen, aber auch Kinder, denen die soziale Kompetenz fehlt, die hyperaktiv sind, Übergewicht haben oder wegen eines Herzfehlers in Behandlung sind. Jeder der jungen Sportler bringt seine eigene Geschichte mit. Darum gehen die Trainer sehr individuell auf die Bedürfnisse der Kinder ein. Ein wichtiges Ziel der Wasserfreunde ist es auch, die Kinder aus der Fördergruppe in die regulären Trainingsgruppen zu integrieren. Eine Maßnahme, die beiden Seiten nützt, weil sie Hemmschwellen überwindet. Für Kinder mit und ohne Handicap wird es so selbstverständlich, einen Teil ihrer Freizeit gemeinsam zu verbringen.

Engagement der Sportvereine gewürdigt

Würdigten das gesellschaftliche Engagement der Sportvereine: Bundeskanzlerin Angela Merkel und DOSB-Vizepräsident Walter Schneeloch
Würdigten das gesellschaftliche Engagement der Sportvereine: Bundeskanzlerin Angela Merkel und DOSB-Vizepräsident Walter Schneeloch
Bundeskanzlerin Angela Merkel übernahm in der Bundeshauptstadt die Ehrung und überreichte gemeinsam mit dem DOSB-Präsidenten Thomas Bach und dem Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Uwe Fröhlich, in der DZ BANK am Brandenburger Tor die Preise. Insgesamt wurden 17 Sportvereine aus ganz Deutschland für ihr gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet. Sie alle hatten sich vorher als Landessieger für das Finale um den "Großen Stern des Sports" in Gold qualifiziert.

Die Bundeskanzlerin würdigte die Arbeit der Sportvereine und ihrer ehrenamtlichen Helfer: "Sage und schreibe 8,7 Millionen Menschen engagieren sich ehrenamtlich in rund 91.000 Sportvereinen. Sie tragen dazu bei, auch Werte zu vermitteln, die weit über die Sportausübung hinausgehen. So werden viele Aktive im Vereinssport zu echten Vorbildern in unserer Gesellschaft."

Der Gewinner der diesjährigen Auszeichnung, der Polizeisportverein Saar e.V., überzeugte die Jury mit seinem bundesweit einmaligen Tanzangebot für behinderte und nichtbehinderte Menschen. Die Bewerbung hatte der Verein bei der Volksbank Saar-West eG eingereicht. Den mit 7.500 Euro dotierten zweiten Platz belegte der Turn- und Sportverein 1921 Ellern e.V. aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz mit seiner Idee der Vereinskooperation mit sechs Partnern unter dem Titel "Gemeinsam sind wir stark" (Volksbank Hunsrück-Nahe eG). Auf den dritten Platz kam der Sporttreff Karower Dachse e.V. aus Berlin mit seiner Gesundheitsinitiative "Karow aktiv" (Berliner Volksbank eG), verbunden mit einem Scheck über 5.000 Euro.

Auch DOSB-Präsident Thomas Bach hob das freiwillige Engagement hervor: "Die Menschen in den Vereinen arbeiten 365 Tage im Jahr und das meist ehrenamtlich. Sie engagieren sich für den Zusammenhalt dieser Gesellschaft. Der DOSB kann mit Hilfe dieser Vereine präsentieren, was alles außerhalb von Siegen und Medaillen geleistet wird. Die Auszeichnung ‚Sterne des Sports" steht für die große Vielfalt des Sports und die Bereitschaft der Vereine, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen."

Nachfrage steigt

Bach bedankte sich bei der Bundeskanzlerin, die durch ihre Anwesenheit den Clubs ihre ganz besondere Wertschätzung gezeigt habe. Mit Blick auf die Partner der Aktion, die Volksbanken und Raiffeisenbanken, sagte er: "Jedes Jahr steigt die Nachfrage an den ‚Sternen des Sports'. Immer mehr wollen sich beteiligen. Wir leben im Sport von langfristigen Partnerschaften. Viele Vereine leiden unter der Wirtschaftskrise. Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, Partner zu haben, die vor Ort den Sport über Jahre hinweg fördern und das tun die Volksbanken und Raiffeisenbanken."

Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken sagte: "Wir fördern die, die dazu beitragen, dass die regionalen Wirtschaftskreisläufe und der soziale Zusammenhalt vor Ort gut funktionieren. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken sind dezentral unterwegs Das gleiche gilt für den Breitensport, der von der Initiative der Vereine vor Ort lebt. Wir zeichnen heute keine Spitzensportler aus, sondern Vereine die sich mit hervorragenden Ideen und Projekten hervorgetan haben und geholfen haben, den Breitensport zu formen."

Fröhlich beschrieb das Miteinander von Vereinen und Banken in diesem Projekt als "eine perfekte Paarung". Der DOSB und die Volksbanken und Raiffeisenbanken seien sich einig, diese erfolgreiche Zusammenarbeit über 2010 hinaus fortsetzen zu wollen. "

Mehr Bewerbungen in NRW erwünscht

DOSB-Vizepräsident Walter Schneeloch, der zugleich auch Präsident des LandesSportBundes NRW ist,  wünscht sich in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr mehr Vereinsbewerbungen. "Dies kann uns nur gelingen, wenn mehr Regionalbanken mit unseren Mitgliedsorganisationen auf regionaler Ebene zusammenarbeiten. Wir werden unsere Stadt- und Kreissportbünde bitten, Kontakt mit den R&V Banken aufzunehmen", sagte Schneeloch in Berlin.

Die große Runde der Geehrten und Gratulanten in Berlin
Die große Runde der Geehrten und Gratulanten in Berlin
Die geehrten Vereine hatten sich in dem dreistufigen Wettbewerb zuvor auf der Lokal- und Landesebene durchgesetzt und waren bereits mit den "Großen Sternen des Sports" in Bronze und Silber ausgezeichnet worden. Insgesamt reichten mehr als 2.500 Sportvereine ihre Bewerbungen bei den Volksbanken und Raiffeisenbanken in Deutschland ein.

Der Wettbewerb umfasst zehn Kategorien von Gesundheits-, Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen über Angebote für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren bis zur Förderung der Leistungsmotivation.

Zu den Preisrichtern gehörte neben DOSB-Vizepräsident Walter Schneeloch auch Kunstturner Fabian Hambüchen, der seit 2009 als Botschafter der "Sterne des Sports" fungiert. Komplettiert wurde die Jury u. .a durch den Leiter Sport des ARD Morgenmagazins Uwe Kirchner, die Leiterin des Aktuellen Sports im ZDF, Christa Haas und den Sportchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Jörg Hahn, Niclas Stucke vom Deutschen Städtetag sowie Hockeynationalspielerin Fanny Rinne.

Der DOSB und die Volksbanken und Raiffeisenbanken schreiben die "Sterne des Sports" seit 2004 jährlich aus. Durch die Prämierungen auf Orts-, Landes- und Bundesebene flossen den Vereinen seit Bestehen des Wettbewerbs insgesamt fast 2,5 Millionen Euro zugunsten ihres gesellschaftlichen Engagements zu.
Schon in den nächsten Wochen startet auf lokaler Ebene die Ausschreibung für die "Sterne des Sports" 2010.

Text DOSB/M. Heise
Fotos: Michael Heise

 

 
© Landessportbund Nordrhein-Westfalen 2010 Zurück zur Übersicht der Artikel
 
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