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Regierungsbezirk Arnsberg: Ein Jahr Bündnis für den Sport
LSB NRW und Bezirksregierung ziehen Bilanz
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über die Auszeichnung des Städtischen Gymnasiums Sundern freuten sich (v. l.): Walter Schneeloch (Präsident des Landessportbundes NRW), Ute Schlecht vom RC Sorpesee, Bürgermeister Detlef Lins, Matthias Fell (Präsident des Westdeutschen Volleyball-Verbandes), Schulleiter Karl-Hermann Rollke und Regierungspräsident Helmut Diegel.

Schon viel getan und noch viel zu tun: Ein Jahr nachdem die Bezirksregierung Arnsberg, der Landessportbund NRW und die zwölf Stadt- und Kreissportbünde Ende Juni 2009 das "Bündnis für den Sport" für den Regierungsbezirk Arnsberg vereinbart hatten, zogen sie am 14. Juli eine positive Zwischenbilanz.

Ziel des Bündnisses ist es, möglichst viele Menschen und möglichst schon im Kindes- und frühen Jugendalter zum Sport zu bringen. Insbesondere die Anstrengungen, die Allianz von Schul- und Vereinssport auszubauen, zeigen positive Ergebnisse. Alle Maßnahmen sollen bis zum Ende des Schuljahres 2010/2011 umgesetzt sein.

Walter Schneeloch, Präsident des Landessportbundes NRW, Regierungspräsident Helmut Diegel und die Vertreter der Stadt- und Kreissportbünde freuten sich über die zahlreichen Beispiele für die gelungene Umsetzung des Bündnisses. "Ich freue mich, dass die Umsetzung des Bündnisses so nachhaltig durch den Regierungspräsidenten und seine Mitarbeiter gefordert und gefördert wurde. Mein besonderer Dank gilt den ehrenamtlichen und hauptberuflichen Vertretern der Bünde, die mit ihren vielen guten Ideen und ihrem großen Engagement das Bündnis so aktiv mit Leben gefüllt haben", sagte Schneeloch.

Ausbildung von Sporthelfern

Allein in den sieben Monaten von März bis September 2009 wurden bezirksweit in 49 Lehrgängen schon 663 Sporthelfer durch dafür qualifizierte Lehrkräfte ausgebildet. Sporthelfer sind Schüler, die selbstständig Sport-Arbeitsgemeinschaften leiten dürfen, wenn eine Lehrkraft "in Rufweite" ist. Um die Sporthelfer-Ausbildung auszuweiten, werden Schulen und Vereine in Städten und Gemeinden, in denen noch keine Lehrgänge durchgeführt wurden, gezielt angesprochen.

Arbeitshilfen für Schulen und Vereine

Im Regierungsbezirk gibt es fast 4700 Sportvereine und rund 1500 Schulen. Für sie wurden und werden Arbeitshilfen entwickelt, an denen sie sich orientieren können, wenn sie langfristig zusammenarbeiten wollen. Erste Kooperationsmodelle nach diesem Muster wurden mit dem Westdeutschen Volleyballverband und dem Westdeutschen Tischtennisverband in Soest, Sundern und Neunkirchen gestartet. (Das Städtische Gymnasium Sundern wurde im Rahmen der Veranstaltung als Partnerschule des Westdeutschen Volleyballverbandes ausgezeichnet.) Weitere Kooperationen werden für das Schuljahr 2010/2011 geplant beziehungsweise vorbereitet.

Beispiele für Kooperation im Ganztagsbetrieb

Im Ennepe-Ruhr-Kreis werden mittlerweile 85 Prozent der Sportangebote im offenen Ganztag durch Sportvereine abgedeckt, im Kreis Unna sind 80 Prozent der Angebote im Ganztag durch Sportvereine sichergestellt. In Herne wird die Mont-Cenis-Gesamtschule eine Sportklasse einrichten und dafür ein Bündnis mit einem Verein und Fachverbänden eingehen.

Schwimmen in der Schule

Um den Anteil der Nichtschwimmer zu verringern, wurde ein Handlungsprogramm aufgelegt. Die Erfolge stellen sich ein: So lernen zum Beispiel in Hamm und dem Hochsauerlandkreis mittlerweile alle Schüler bis zur 6. Klasse schwimmen. Die Lehrer werden durch die Bezirksregierung in Zusammenarbeit mit dem Schwimmverband Südwestfalen und der DLRG Westfalen qualifiziert. Kreis- und Stadtsportbünde bieten in Kooperation mit Vereinen in den Ferien verstärkt Kurse für Nichtschwimmer an, vor allem für Schüler im Primarbereich.

Integration von Menschen mit Migrationshintergrund

Im Jahr 2009 haben 68 Sportvereine im Regierungsbezirk gezielt Maßnahmen zur Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte geplant und durchgeführt. Im nächsten Schuljahr soll der Fokus auf der Integration von Kindern, insbesondere von Mädchen, liegen, weil diese bisher kaum den Weg in die Sportvereine finden.

Computer für die Stadt- und Gemeindesportverbände

Um die Arbeit der ehrenamtlich geführten Sportvereine in den Kommunen zu erleichtern, hat die Bezirksregierung weit über 100 frei gewordene PC-Ausstattungen zur Verfügung gestellt. Detaillierte Informationen zum Schulsport im Regierungsbezirk Arnsberg finden sich im Internet unter http://bzarnsberg.schulsport-nrw.de 

Text: Stefan Formella
Foto: Regierungsbezirk Arnsberg
          

 

 
© Landessportbund Nordrhein-Westfalen 2010 Zurück zur Übersicht der Artikel
 
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