Auf dem Forum „NRW bewegt seine Kinder“ am 24. Juni im Steinhof Duisburg wurde die „Duisburger Erklärung“ verabschiedet. Sie wurde gemeinsam von Landessportbund NRW/Sportjugend, den Dach- und Fachverbänden sowie den Stadt- und Kreissportbünden formuliert. In der Erklärung ist ein Aufruf des organisierten Sports an die Landesregierung NRW enthalten. Darin wird „die Sicherstellung von Bewegungs-, Spiel- und Sportangeboten in Sportverein, Schulen und Kindertageseinrichtungen durch eine Finanzierung aus Bildungsmitteln des Landes“ gefordert. Die "Duisburger Erklärung" im Wortlaut:
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Gemeinsame Erklärung von Landessportbund/Sportjugend, den Dach- und Fachverbänden sowie den Stadt- und Kreissportbünden in Nordrhein-Westfalen anlässlich des Forums „NRW bewegt seine Kinder“ am 24.06.2010 in Duisburg |
Gleichermaßen fordert der organisierte Sport in NRW die Bezirksregierungen, die kommunalen Spitzenverbände sowie alle Kommunen und Trägerorganisationen in Nordrhein-Westfalen auf, das Programm zu fördern. Im Sinne einer Zukunftssicherung durch breite Bildungschancen für alle Kinder und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen möchte der Landessportbund NRW außerdem alle Unternehmen dazu bewegen, das Programm "NRW bewegt seine Kinder" lokal, regional oder landesweit zu unterstützen.
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| Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Forums verabschiedeten die "Duisburger Erklärung". |
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"Wir können und wollen dem Staat Bewegung, Spiel und Sport nicht zum Nulltarif anbieten. Ich bin aber überzeugt, dass wir mit unserem bestehenden Netz von 20.000 Sportvereinen und mit unserem bestehenden qualitativ hochwertigen und leistungsfähigen Qualifizierungssystem ein besseres und kostengünstigeres Sportangebot für den außerunterrichtlichen Sport in der Schule liefern können als der Staat selbst oder andere Träger", erklärte LSB-Präsident Walter Schneeloch in Duisburg. "Wir benötigen verbindliche Absprachen mit der Politik"
Dafür sei der organisierte Sport aber auf verbindliche Absprachen mit der Politik angewiesen. Schneeloch: "Wir benötigen eine politisch abgesicherte Position des organisierten Sports als zentraler Bildungspartner für Bewegung, Spiel und Sport im außerunterrichtlichen Bereich und eine entsprechende finanzielle Ausstattung. Und wir benötigen den politischen Willen, dies auch vor Ort umzusetzen."
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| LSB-Präsident Walter Schneeloch: "Für die Umsetzung der politischen Ziele im Bereich Ganztag ist ein Umfang an zusätzlichen Lehrerstellen notwendig, der vom Land schlicht nicht zu finanzieren ist. Darin liegt eine große Chance für den organisierten Sport." |
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In der Erklärung wird darauf hingewiesen, dass sich der Gesundheitszustand und die motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten vieler Kinder und Jugendlichen in den letzten Jahren massiv verschlechtert haben. Gleichzeitig würden die Veränderungen in Kindergärten und Schulen den Zugang von Kindern und Jugendlichen zu den Bewegungs-, Spiel- und Sportangeboten der Sportvereine erschweren. "Eine Kompensation durch mehr Sportunterricht in der Schule ist nicht gegeben, nachmittägliche Bewegungsangebote werden nicht flächendeckend angeboten und werden vielfach von fachfremden Kräften angeleitet."
Um diesen Zustand zu verbessern, müsse jetzt schnell, konsequent und flächendeckend gehandelt werden. "Kooperationen von Sportvereinen mit Kindertagesstätten und Schulen bei Bewegung, Spiel und Sport müssen in Nordrhein-Westfalen zur Selbstverständlichkeit werden." Deshalb starte jetzt das Programm „NRW bewegt seine Kinder – Bewegte Kindheit und Jugend in Nordrhein-Westfalen“. Damit solle das "Grundrecht“ auf Bewegung für alle Kinder und Jugendlichen realisiert werden.
Bessere Zusammenarbeit mit dem Schulministerium
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| Dirk Mays, Vorsitzender der Sportjugend NRW: Wir brauchen eine konzertierte Aktion des Landessportbundes NRW, der Bünde und Verbände, um `NRW bewegt seine Kinder` zu einem Erfolg zu führen. |
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Dirk Mays, Vorsitzender der Sportjugend NRW, wies darauf hin, dass die anspruchsvollen Ziele des Programms nur erreicht werden könnten, wenn es eine neue Qualität in der Zusammenarbeit mit der Politik gebe. Dies habe sich in Richtung des für Sport zuständigen Ministeriums, also des Innenministeriums, in den vergangenen beiden Jahren bereits außerordentlich gut entwickelt. "Aber in Richtung des Schulministeriums haben wir noch großen Nachholbedarf. Wir hatten kein schlechtes Verhältnis, aber wir haben, das merke ich ganz selbstkritisch an, zu wenig konkret bewegt." Dazu habe die zu geringe Bedeutung des Sports im Schulministerium beigetragen. "Die Sportjugend und der Landessportbund NRW stehen bereit, hier in der nächsten Legislaturperiode an einer Verbesserung zu arbeiten."
Alle Fotos der Veranstaltung finden Sie in der Bilddatenbank des LandesSportBundes NRW
Text: Theo Düttmann Fotos: Andrea Bowinkelmann |